Matthias Schwarzer.

Matthias Schwarzer. Journalist, Filmer, Fotografierer.

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Lost Places: Das Geisterdorf Immerath.

Sei es das Krankenhaus oder die zweitürmige Kirche: Alles muss weg. Das Dorf Immerath bei Erkelenz muss dem Kohletagebau Garzweiler weichen. Die ehemaligen Bewohner sind schon lange über alle Berge.

Werbung wirft hier sicher niemand mehr ein.

Diese Gebäude war mal ein großes Krankenhaus.

Die zweitürmige Kirche war das Wahrzeichen des Dorfes und wird ebenfalls abgerissen.

Niemand mehr da, der auf das Geld aufpasst: Die Raiffeisenbank hat wegen des “immer größer werdenden Sicherheitsrisikos” geschlossen.

Schuld am Dorfsterben ist dieser Bagger - aufgenommen in Pier (nähe Düren).

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Lost Places: Das verlassene Dorf Borschemich.

Borschemich ist ein Stadtteil der Stadt Erkelenz - aber nicht mehr lange. Unter dem Dorf liegt Braunkohle, die in ein paar Jahren von RWE abgebaggert werden soll. Das kompette Dorf wird abgerissen - samt Burg, Kirche und vielen Jahren Stadtgeschichte. Seit 2006 werden die Einwohner in andere Dörfer umgesiedelt - heute ist Borschemich fast menschenleer.

Ein Ortsschild gibt es schon nicht mehr. Das Protestschild “Wir bleiben hier” ist alt und vergilbt. “Hier geblieben” sind nur einige wenige, und die müssen früher oder später auch ihre Koffer packen.

Noch steht die alte Kirche, und sie wird sogar von der Pfarrgemeinde noch gepflegt. Doch damit ist bald Schluss.

Die alte Dorfkneipe von Borschemich. “Hier wird Dart gespielt” steht auf dem Schild an der Tür. Doch das hat hier schon seit Jahren niemand mehr …

Einige Häuser wurden von Vandalen und Plünderern heimgesucht.

In den Infokästen am Straßenrand steht schon lange nichts mehr.

Auch der Dorfpark an der Kirche wird platt gemacht.

Auf diesem Sportplatz spielt niemand mehr.

Vorsicht Kinder? Nicht mehr in dieser Straße.

Das ehemalige Feuerwehrhaus von Borschemich.

Diese Kaugummis warten wahrscheinlich schon seit Jahren auf ihre Befreiung.

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Lost Places: Das verlassene Spukschloss Wolfskuhlen.

Im Schloss Wolfskuhlen soll es spuken. Das mysteriöse Gebäude in Rheinberg ist darum absoluter Anziehungspunkt für Touristen - dem Eigentümer gefällt das gar nicht.

Am Rande Rheinbergs, genauer gesagt im Stadtteil Budberg, steht das wohl sagenumwobenste Haus des Ruhrgebiets. Das Rittergut Wohlskuhlen ist seit Ewigkeiten verlassen. Früher soll es mal als Kinderheim gedient haben. Im Internet überschlagen sich die Theorien, was hinter den alten Mauern passiert ist.   

Die Rede ist von einem Brand, bei dem Kinder ums Leben kamen. Dieser Brand soll sich angeblich alle 50 Jahre wiederholen. Wer heute das Spukhaus betritt, könne noch die Schreie der Kinder hören. Andere reden von Morden im Kinderheim. Betreuer hätten Kinder zunächst getötet und anschließend im Garten vergraben. Die Gräber seien noch dort. Auch ist die Rede von Kindern, die spurlos verschwanden oder im Haus eingemauert worden sein sollen.

Besucher des Spukschlosses sprechen von mysteriösen Erlebnissen während oder nach ihres Besuchs. Merkwürdige Luftzüge, Geräusche oder plötzlich stehen bleibende Autos. Das Schloss Wolfskuhlen stehe außerdem in einem negativen Pentagram und bilde daher das Zentrum des Bösen. Es ist umgeben von fünf weiteren Schlössern, die jeweils die Spitze des Pentagrams einnehmen: Schloss Tervort, Schloss Ossenberg, Schloss Lauersfort, Schloss Cassel und Schloss Blömersheim.

Sah das Haus 1993 noch so aus, steht heute nur noch eine zerfallene Ruine. Das Haus ist stark einsturzgefährdet - weder Gelände noch das Haus dürfen betreten werden. Unter Ortsansässigen hält sich das hartnäckige Gerücht, ein “Bauer” würde nachts auf Besucher des Hauses schießen. Und trotzdem lockt das Schloss Wolfskuhlen täglich Touristen an.

Bei unserem Besuch vor Ort stellen wir fest: Ein Auto nach dem anderen hält vor dem Schloss. Vor allem Jugendliche scheint das Haus anzuziehen - sie laufen gegen den Willen der Eigentümer auf dem Gelände herum und machen Krach. Aber die Jugendlichen sind nicht das größte Problem: Anwohner sprechen von schwarzen Messen, die in dem zerfallenen Haus abgehalten werden. Außerdem sei das Gebäude Anziehungspunkt für Geisterbeschwörungen. Besonders am Wochenende sei hier viel los.

Dem Eigentümer des Geländes, der Wolfskuhlenhof direkt gegenüber, gefällt der Ansturm auf das Gebäude überhaupt nicht. Berichte und Fotos von dem Gelände habe er schon gerichtlich löschen lassen - auch uns möchte er nicht auf dem Gelände filmen lassen. Im Internet allerdings bietet der Eigentümer das Gelände zur Vermietung an. Vielleicht nehmen wir ja das Angebot an - dort lässt sich’s bestimmt gut wohnen.

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Mehr verlassene Orte gibt’s hier.

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