Matthias Schwarzer.

Matthias Schwarzer. Journalist, Filmer, Fotografierer.

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checkpott Folge 12: Essen.

Nach elf checkpott-Folgen besuchen wir zum ersten Mal eine Zeche. Denn wer Essen besucht, der kommt am Welterbe Zollverein nicht vorbei. Außerdem: Der Seaside-Beach im Winter, die Villa Hügel und das Fünf Mädelhaus - eine nette, kleine Ruhrpott-Wirtschaft.

Ein Film von Sebastian Lange und Matthias Schwarzer.

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Malta, Alter: Essen gehen.

Hier mal wieder was aus der Kategorie “Service-Text für nachfolgende Malta-Generationen”: Ich bin ein Fan von Essen, und ich bin Student. Es muss also nicht nur lecker, sondern auch günstig sein. Die nachfolgende Liste enthält studentengerechte Restaurants und Imbissbuden, die mir ein Semester lang Freude bereitet haben. 

Meine erste Empfehlung ist: Meidet die Uni-Mensa. Das Essen dort ist wirklich bäh (von einigen Ausnahmen, wie Baguettes und Sandwiches mal abgesehen), und die Bedienung brüllt dich unfreundlich an. Glücklicherweise gibt es ganz in der Nähe der Uni eine kleine Restaurantmeile, wo man gut und zum kleinen Preis essen gehen kann.

Meet n Eat, Msida.

Meat n Eat” liegt an dieser Restaurantmeile. Hier kann man mal eben zwischendurch einen Kaffee trinken, aber auch richtig Mittagessen. Ansonsten wird das Obergeschoss der Snackbar gerne von Studenten für Gruppenarbeiten genutzt. Zwar bietet “Meat & Eat”, wie so ziemlich jede maltesische Snackbar, Baguettes, Wraps und Sandwiches an - die sind hier aber nichts Besonderes. Unbedingt probiert haben muss man hier die Pasta-Gerichte. Die gibt’s schon ab vier Euro - und die schmecken wie acht. Von der Pesto-Pasta über klassische Spaghetti Bolognese bis hin zu Käse-Sahne-Tortellini - frisch, lecker und günstig. Hinzu kommt ein sehr freundliches Personal - das ist in Malta nicht zwangsläufig Bedingung.

Cream Café, Msida.

Das Cream Café ist noch relativ neu an der Restaurantmeile und meine erste Wahl für frische belegte Baguettes. Für 3,50 Euro gibt es ein Baguette mit den unterschiedlichsten Belägen, serviert werden dazu ein kleiner Salat und Chips.

Pasha, Msida.

Auch im Pasha kann man leckere Baguettes essen - serviert werden diese mit Salat und Kuskus. Mein Favorit ist dort aber eher der Beef Burger. Auch Pasta gibt es im Pasha - allerdings nicht unter 7,50 Euro.

The Teambar, Lija.

Mein absoluter Favorit, wenn es um Burger geht. Wer in die University Residence zieht, sollte hier unbedingt mal vorbeischauen (ist in der Nähe der Kirche) und den “D-Bacon” bestellen. Der Burger wird mit Pommes, Salat und Soßen serviert - man kann sich den Burger dann nach seinen eigenen Vorstellungen zusammenbauen. Das Fleisch ist ein absoluter Traum. Als Vorspeise gibt es kostenlos Bruschetta, als Nachspeise manchmal noch Erdnüsse. Eigentlich ist die “Teambar” eine Fußballkneipe mit Bildschirmen an der Decke. Allerdings sehr stylisch und (wenn nicht gerade Spiele laufen) auch ohne gröhlende Fußballfans.

BR Guest, Birkirkara.

Ebenfalls eine warme Empfehlung für Residence-Insassen. Das Café “BR Guest” liegt direkt am Eingang zum Smart-Supermarkt. Hier gibt es eigentlich alles: Pasta, Burger und (meine persönliche Empfehlung): British Breakfast. Seit meinem Schottland-Urlaub auf jeden Fall ein regelmäßiges Muss - und BR Guest kann das auch genauso gut wie die Briten.

Ganz besonders toll in Malta: Fast alle Bars haben öffentliches W-LAN. Da lacht das Nerd-Herz.

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Malta, Alter: Die Insel (1).

Ich bin kein Tourist mehr, ich bin jetzt Teilzeit-Malteser. Ich habe mich an Malta gewöhnt. Ich bin jetzt hier zu Hause. Ein ausführlicher Einblick in das Leben, die Partys, die Preise und das Essen auf der Insel - Teil 1:

Die Umgebung

Natürlich bin ich nicht völlig erwartungslos nach Malta gekommen. Ich habe ja auch Internet. Und klar hat mir das vorab einen kleinen Eindruck von dieser Insel verschafft. Ich habe Wikipedia gelesen und mich minutenlang durch Google-Bilder geklickt. Und ich kann ja jetzt auch zugeben, dass ich nicht sofort hellauf begeistert war. Ich habe zwar tolle Strandbilder gesehen - aber irgendwie war mir da zu viel Stein und zu wenig Natur drauf. Die Städte sahen irgendwie chaotisch und schmuddelig aus. Heute weiß ich: Malta kann man nicht durch Wikipedia und Google-Bilder kennen lernen. Malta muss man von Nahem.

Es ist schon richtig: Grüne Natur sieht man hier wenig. Zwar stehen an jeder Ecke Palmen und anderes Grünzeug (sehr hübsch), einige Kreisverkehre haben sogar Rasen und im Winter(!) blüht es hier auch an einigen Stellen – ansonsten gibt es in der näheren Umgebung keine Wälder, Büsche oder Wiesen. Für mich als Münsterländer natürlich ein kleiner Kulturschock. Aber Malta hat nun mal andere Reize. Da wären zum Beispiel die tollen Sandstrände, die blauen Lagunen, die Klippen – und auch die steinige Umgebung drumherum hat ihren Charme.

Malta ist leicht britisch angehaucht - erst 1964 wurde das Land unabhängig, zuvor gehörte es zu Großbritannien. Darum herrscht auf maltesischen Straßen auch Linksverkehr, die Amtssprache ist Englisch, in maltesischen Städten sieht man die typischen roten Telefonzellen - und auch die Straßenschilder sind die selben wie in England. Irgendwie skurril, denn sonst erinnert hier gar nichts an das Vereinigte Königreich. Das Wetter schon gar nicht. 

Die Städte sind in der Tat reichlich chaotisch gebaut. Malta ist mit seinen 316 Quadratkilometern der kleinste Staat der Europäischen Union, hat aber gleichzeitg die dritthöchste Bevölkerungsdichte Europas. Die Isel ist somit ziemlich zugestopft mit Häusern. Die Straßen schlängeln sich irgendwie so durch, für Gehwege ist oft kaum noch Platz - für Radwege schon gar nicht.

Alle Häuser, ja wirklich alle, bestehen aus hellem, gelblichen Sandstein. Das sieht zwar irgendwie ganz schön aus - allerdings scheint dieser Stein mit der Zeit immer schmuddeliger zu werden. Einen farblichen Unterschied bieten die Balkone - die sind immer in einer anderen Farbe. An den Dächern verlaufen die Stromleitungen über die Straße – unterirdische Stromversorgung scheint es hier nicht zu geben. Wenn man die Städte von weitem betrachtet, sieht das tatsächlich auch etwas gewöhnungsbedürftig aus. Vielleicht sogar ein bisschen nach Ghetto.

Wenn man allerdings durch die Fußgängerzonen und die kleinen Gassen läuft und immer wieder etwas Neues entdeckt, dann verschwindet dieses Bild sofort. Dann ist das alles echt süß. Besonders charmant ist Malta bei Nacht. Und doch weiß ich ganz genau: Irgendwann muss ich hier wieder weg. Für immer möchte ich das nicht sehen – es fehlt einfach die gewisse Abwechslung.

Abgesehen davon gibt es ein weiteres Erkennungsmerkmal für Malta: Katzen. Hier gibt es sehr viele Straßenkatzen. Ich weiß nicht, wo die alle herkommen – und ich weiß auch nicht, ob ich das gut oder schlecht finden soll. Wenn man mal googlet, stößt man auf zahlreiche Tierschutz-Organisationen – angeblich geht es den herrenlosen Katzen sehr schlecht und sie kämpfen täglich ums Überleben. Davon bekomme ich hier allerdings nichts mit. Die Katzen sehen gesund aus und werden von den Inselbewohnern auch gefüttert.

Das Essen

Zugegeben: An typisches maltesisches Essen habe ich mich bisher nicht herangetraut. Das ist nämlich Hase, wahlweise auch Singvogel. Muss jetzt nicht sein. Ansonsten scheint der Malteser vor allem Brot zu mögen. Baguettes gibt es in der Universität und in allen Bars rundherum mit allen erdenklichen Belägen. Vom gesunden Salat-Baguette bis hin zum fettigen Beef-Baguette. Wraps sind hier auch Trend, genauso wie andere belegte Brotsorten. Wenn man auf richtig gesundes Essen besteht, muss man sich das allerdings selbst kochen. In der Mensa werden vorzugsweise Pizza und Burger serviert.  

Lest hier Teil 2 meines Insel-Reports - mit Infos über Preise und Partys in Malta.

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